Vietnam – 2015: Bericht

Blick über die Bucht von Vung Tau vom Jesusberg

Blick über die Bucht von Vung Tau vom Jesusberg

Eindrücke eines Vietnam-Reisenden:

Angekommen in Vietnam, wurden wir alle gefühlt erst mal von der Hitze und der Luftfeuchtigkeit erdrückt. Ich habe mir vor der Fahrt öfters versucht vorzustellen, wie es sein würde, bin aber mit der Grundeinstellung, dass ich alles auf mich zukommen lasse, nach Vietnam geflogen. So ziemlich alles, was wir in Vietnam erlebten, ähnelte kaum bis gar nicht deutschen Verhältnissen.

Die Vietnamesen sind ein sehr nettes und aufgeschlossenes Volk, was uns auch in lustige Situationen wie Foto-Sessions mit Vietnamesen führte. Wir wurden oft auf Englisch angesprochen, wo wir denn herkommen und was wir in Vietnam machen. Naja, und unser Busfahrer konnte zwar keinen Deut Englisch, war aber trotzdem der Hammer. Obwohl er nicht verstand, was wir sagten, hat er gerne mal bei unseren Späßchen mitgemacht und hat uns schließlich zwei Wochen am Stück aushalten müssen.

An sich haben die Vietnamesen auch kein Problem mit viel Körperkontakt. Ein gutes Beispiel dafür  ist der große „Binh Tanh“ Markt in Ho Chi Minh City. Dort ging man durch Gänge die gerade mal einen halben Meter breit waren und alle Menschen sprachen dich mit ihrem 5 Wörter Wortschatz auf Englisch an und hielten dich fest und wollten dir unbedingt was verkaufen. Man lief an allen möglichen Ständen vorbei, die T-Shirts bis hin zu Alkohol, in denen Skorpione und Schlangen eingelegt waren, verkauften. Ein großer Kampf war es auch erst mal von unserem Hostel bis zum Markt zu kommen. Man musste ein paarmal die Straßenseite wechseln und jedes Mal setzte man sein Leben dabei aufs Spiel, denn die Moped-Fahrer ignorierten jede Art von Ampel oder Zebrastreifen. Man kämpfte sich nun durch den wirren Straßenverkehr und hoffte, dass man es heil übersteht. Wir hatten dann aber doch recht schnell raus, wie es funktioniert.

In Vung Tau, wo auch das Kinderheim ist, war der Verkehr nicht ganz so extrem.

Überraschenderweise gab es ein neues Kinderheim, das meiner Meinung nach größer als unsere Schule ist.
Morgens ging es für uns dann immer für circa drei Stunden ins Kinderheim, Spielen mit den Kindern. Verständigt haben wir uns dann mit Händen und Füßen, wobei das auch nicht immer nötig war, da man auch so direkt verstand, was jemand wollte, wenn jemand mit einem Fußball ankam. Mittags brauchten wir alle auch immer unseren Mittagsschlaf von knapp zwei Stunden, denn danach ging es dann auch zu diversen Aktivitäten. Wie zum Beispiel das Besuchen bzw. Hinaufklettern auf die Jesusstatue über der Stadt mit einer tollen Aussicht über die Bucht.
Den Kindern sowie uns allen hat das Zusammensein und das Spielen wirklichen großen Spaß gemacht, was den Abschied umso härter gemacht hatte.

Zum Ende der Fahrt ging es dann noch ins Mekong Delta, den Jungle. Dort schliefen wir bei einer Gastfamilie, wo es meiner Meinung nach das beste Essen der ganzen Fahrt gab. Wobei man sagen muss, dass das Vietnamesische Essen gar nicht so gewöhnungsbedürftig war wie gedacht. Im Gegenteil sogar, es war einfach mal was komplett anderes. Jedoch gibt es eine Ausnahme. Viele konnten die „Phò“, eine Suppe mit Reisnudeln, Gemüse und Fleisch, nachher nicht mehr essen. Ich will jetzt nicht sagen, dass sie nicht geschmeckt hat, aber wir hatten sie definitiv zu oft. Aber gut, das Mekong Delta, war auch nochmal eine Sache für sich, die Luftfeuchtigkeit war noch höher und wir schliefen in offenen kleinen Holzhütten. Jedoch war die Bootstour durch den Mekong eine sehr spannende Sache. Man sah das „Kokosnuss Paradies“, was man alles aus Kokosnüssen machen kann und das war eine ganze Menge.

Die Abfahrt war echt hart, die zwei Wochen kamen einem vor wie eine Ewigkeit, aber dennoch war es nicht genug. Vietnams Eindrücke waren einfach viel zu schön um sie wieder am anderen Ende der Welt zu lassen.                                                                          (Tobias M.)

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