Fahrten

EF (Jg. 11) Spirituelle Besinnungsfahrt nach Taizé

Ansprechpartner:

Mari-Kristin Dierks
(Schulseelsorgerin)
dierks@monte-koeln.de 

André Schlüter

schlueter@monte-koeln.de

Im Juni 2023 fand das erste Mal eine Fahrt mit Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe EF nach Taizé (Frankreich) statt. Weit mehr Schüler und Schülerinnen als erwartet nahmen das Angebot an und zusammen mit dem Gymnasium Schaurtestraße fuhren insgesamt rund 50 Jugendliche in das internationale ökumenische Kloster.
Die Fahrt für das Jahr 2025 war innerhalb weniger Tage ausgebucht.

Die Schulkonferenz hat am 12.06.24 mit großer Mehrheit beschlossen, die Teilnahme an den internationalen Jugendtreffen in Taizé/Frankreich jährlich in der EF (Jahrgang 11) als freiwilliges Angebot durchzuführen.

Was ist Taizé?

Die Communauté de Taizé (Gemeinschaft von Taizé) ist ein internationales ökumenisches Kloster in Taizé in Frankreich, das von den großen Kirchen anerkannt wird. Woche für Woche treffen sich mehrere Tausend Jugendliche, in den Sommermonaten und an Ostern teilweise bis zu 6000 Jugendliche in Taizé, um dort an den internationalen Jugendtreffen teilzunehmen und über Lebens- und Glaubensfragen zu sprechen, einfach zu leben, an Gebeten teilzunehmen und mitzuhelfen. Die „Gesänge aus Taizé“ werden in vielen Gottesdiensten weltweit gesungen. Durch die Erfahrungen in Taizé werden Jugendliche dazu angeregt, sich in ihrem Alltag für Frieden, Versöhnung und ein vertrauensvolles Miteinander auf der Erde zu engagieren.

Was ist das pädagogische Ziel der Taizé-Fahrt des Montessori-Gymnasiums?

Die Taizé-Fahrt erweitert das Fahrtenkonzept des Montessori-Gymnasiums: Taizé schafft den Rahmen für eine individuelle und intensive Identitätsbildung und eine Auseinandersetzung mit zentralen Lebens- und Glaubensfragen wie Liebe, Freundschaft, Verlust, Schuldgefühl und Hoffnung. Mentale Belastungen und Orientierungsprobleme in einer immer komplexeren Welt belasten Jugendliche zunehmend: Taizé bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, ihren Alltag auf ungewohnte Weise zu unterbrechen, und sich fern von der Schule mit der eigenen Persönlichkeit zu beschäftigen und Orientierung zu finden.

Die Taizé-Fahrt ermöglicht ein unmittelbares Gemeinschafts-Erleben, indem Schüler und Schülerinnen sich allein und mit anderen Jugendlichen mit zentralen Lebensfragen auseinandersetzen. Taizé bietet den Rahmen für einen vertrauensvollen Austausch zwischen Jugendlichen und einen praktischen Anwendungsbezug, indem spirituelle Erfahrungen handlungsbezogen durch das Leben im Kloster mit Gebeten, Bibelarbeit, Gesprächen und Arbeit erlebt werden. Das Solidaritätsprinzip wird in Taizé authentisch gelebt und durch den Charakter des internationalen Treffens findet zwangsläufig immer auch ein sprachlicher und interkultureller Austausch statt. Durch die Erfahrungen in Taizé werden Jugendliche dazu motiviert, sich in ihrem Alltag für Frieden, Versöhnung und ein vertrauensvolles Miteinander auf der Erde zu engagieren. Lehrer und Lehrerinnen begleiten unsere Schüler und Schülerinnen auf diesem Weg, organisieren die Fahrt, bereiten sie auf die Woche im Kloster vor und bereiten die Woche nach.

Wer kann nach Taizé fahren?

Die Fahrt zu den internationalen Jugendtreffen des Montessori-Gymnasiums ist ein freiwilliges Angebot, das sich ausschließlich an Schüler und Schülerinnen der EF richtet, die sich gemeinsam mit Jugendlichen aus anderen Ländern über Lebens- und Glaubensfragen austauschen wollen und eine Woche zu Gast in einem Kloster sein möchten. Auch Jugendliche, die nicht glauben oder einem anderen Glauben angehören, sind herzlich eingeladen. An unserer Taizé-Fahrt nehmen auch viele Jugendliche teil, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet und keinen Bezug zur Kirche haben.

Wie fanden unsere Schüler und Schülerinnen die Fahrt?

Was hat dir an Taizé gefallen? Was war wichtig für dich?

„Mir war es wichtig, neben der schönen gemeinschaftlichen Zeit, auch Momente für mich selbst zu finden, um mich mit mir selbst und meinen Gedanken auseinanderzusetzen. Dabei habe ich sowohl die Zeit mit den anderen Jugendlichen als auch die Stille und Gebete als eindrucksvolle Erfahrungen wahrgenommen, an welche ich mich noch lange erinnern werde.“

„Die generelle Stimmung und die Menschen dort. Man hat sich mit jedem gut verstanden und mit Leuten unterhalten, die man sonst nie getroffen hätte.“

Gab es etwas, das dich an Taizé besonders überrascht oder beeindruckt hat?

„Dass jeder jeden angenommen hat und einem nichts unangenehm sein musste und man mit fremden Personen so vertraut gemeinsam lebt. Ich hätte nicht gedacht, dass auch ich so offen auf Personen zugehen würde.“

„Wie frei und ehrlich über Fragen des Glaubens bzw. Nicht-Glaubens gesprochen wurde.

Die Gesänge waren viel schöner, als ich es mir vorgestellt habe.“

Was begeistert Jugendliche seit Jahrzehnten an diesem Ort?

Während man hier in Gottesdiensten wenig Jugendliche sieht, treffen sich Woche für Woche tausende Jugendliche, um dort an den internationalen Jugendtreffen teilzunehmen und über Lebens- und Glaubensfragen zu sprechen, einfach zu leben, an Gebeten teilzunehmen, mitzuhelfen und zu sich selbst zu finden.

Bekannt ist die Communauté de Taizé (Gemeinschaft von Taizé) vor allem für ihre Gesänge, die in 53 verschiedenen Sprachen gesungen werden. Die täglichen drei Gebete ohne Priester, ohne Predigt, aber mit der meditativen Wirkung der Gesänge und acht Schweigeminuten schaffen eine besondere Atmosphäre in der Kirche.

Was kostet die Fahrt und wie ermöglichen wir allen Schülern und Schülerinnen die Teilnahme?

Die Lebensbedingungen in Taizé sind sehr einfach. Das Solidaritätsprinzip wird in Taizé authentisch gelebt: Wer mehr gibt, ermöglicht anderen die Teilnahme, die weniger geben können. Der Beitrag ist von Land zu Land unterschiedlich. Der deutsche Beitrag liegt je nach eigenen finanziellen Möglichkeiten nur zwischen 12 und  16 Euro pro Tag. pro Tag. Das liegt auch daran, dass es in Taizé keine Angestellten gibt, alle Arbeiten werden von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen geleistet, jede/jeder hilft mit. Im „Oyak“ kann man sehr preiswert Essen und Getränke kaufen.

Je nach Busauslastung liegt der Teilnehmerbetrag für die ganze Woche bei 200-350 Euro und dieser Betrag kann um 25 % oder 50 % ermäßigt und in Raten bezahlt wird.

Wir gewährleisten damit, dass jede/r mitfahren kann.

Dieser 30-minütige Film gibt einen Einblick in die wöchentlich stattfindenden Jugendtreffen. Er bietet sich besonders zur Einstimmung und Vorbereitung von Fahrten nach Taizé an.

Q2 (Jg. 13): Studienfahrten nach Italien und Frankreich

Studienfahrten in der Q2 sind der krönende Abschluss der Schulzeit im letzten Schuljahr, kurz vor dem Abitur. Für unsere Schülerinnen und Schüler ist dies oft ein Gemeinschaftserlebnis, an das sie noch lange nach ihrer Schulzeit gerne zurückdenken.

Die Studienfahrten finden in der Jahrgangsstufe Q2 statt, alle zeitgleich und somit im Rahmen der Wanderwoche von Montag bis Freitag, in der Regel in der zweiten Septemberwoche des Schuljahres.

Studienfahrten sind ein Bestandteil der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schulen. Es handelt sich dabei nicht um individuellen Urlaub, sondern um eine gemeinsame Bildungsreise der Schule, an der grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Die Teilnahme an allen kulturellen Veranstaltungen ist verpflichtend. Individuelle Wünsche können nicht immer berücksichtigt werden, jedoch gibt es vor Ort ausreichend freie Zeit, um beispielsweise Städte wie Florenz, Venedig oder Avignon in kleinen Gruppen eigenständig zu erkunden.

Welche Fahrten bieten wir an?

Die Schülerinnen und Schüler wählen zwischen drei Fahrten. Die Unterkünfte sind nicht immer gleich, daher dienen die folgenden Beschreibungen als Beispiele.

Fahrtenbeispiel: Toskana (Italien)

Die An- und Abreise erfolgt mit dem Bus. Die Unterbringung findet beispielsweise in einem einfachen Hotel oder auf einem Campingplatz in Bungalows nahe der Küste in Lido di Camaiore/Viareggio statt. Unsere Schülerinnen und Schüler wohnen gemeinsam in kleinen Gruppen in Bungalows und verpflegen sich in der Regel selbst.
Lido di Camaiore liegt in einem ruhigen Gebiet zwischen Viareggio und Marina di Pietrasanta. Dieser Ort ist bekannt für seinen breiten, feinsandigen Strand und das landschaftlich reizvolle Hinterland mit fruchtbaren Hügeln und der herrlichen Kulisse der Apuanischen Alpen. Die Unterkunft befindet sich in direkter Strand- und Ortsnähe.
Diese Studienfahrt umfasst Ausflüge nach beispielsweise Florenz, Lucca, Pisa oder Carrara.

Fahrtenbeispiel: Venedig (Italien)

Die An- und Abreise erfolgt mit dem Bus. Die Unterbringung findet beispielsweise auf einem Campingplatz auf der Halbinsel Cavallino in Mobilheimen statt. Dieser Ort ist ideal, um am Sandstrand zu entspannen, die Natur in der Umgebung zu genießen und Venedig sowie die Lagune zu erkunden.
Von den Fähranlegern Punta Sabbioni oder Treporti fahren regelmäßig Linienboote über die Lagune nach Venedig und zu den Inseln Burano, Torcello und Murano. Unsere Schülerinnen und Schüler wohnen gemeinsam in kleinen Gruppen in Mobilheimen und verpflegen sich selbst. Der Campingplatz liegt nur 10 km östlich vom Bootsanleger nach Venedig und befindet sich direkt am Meer mit einem Sandstrand.
Diese Studienfahrt umfasst mehrere Ausflüge mit Schiff und Bus nach Venedig. In einigen Jahren liegt der Schwerpunkt der Fahrt auf dem Besuch der Internationalen Kunstausstellung „La Biennale di Venezia“.

Fahrtenbeispiel: Provence (Frankreich)

Die An- und Abreise erfolgt ebenfalls mit dem Bus. Die Unterbringung findet beispielsweise auf einem Campingplatz bei Avignon in bungalowähnlichen Mobilheimen am Fluss Gardon zwischen Nîmes und Avignon statt, nahe der berühmten Römerbrücke Pont du Gard. Dieser Platz liegt 75 km vom Meer entfernt auf einem schönen Naturgrundstück mit schattigen Pinien.
Es gibt Sportplätze, einen Flussstrand, einen Pool (saisonal), einen Grillplatz, ein Restaurant/Bar und einen Shop mit Brötchenservice. Unsere Schülerinnen und Schüler wohnen gemeinsam in kleinen Gruppen in Mobilheimen und verpflegen sich selbst.
Bestandteil der Fahrt sind beispielsweise Ausflüge nach Avignon und zur Besichtigung des weltberühmten Römeraquädukts Pont du Gard sowie ein Ausflug ans Mittelmeer. Zu den sportlichen Aktivitäten gehören oft ein Kanuausflug auf der Garonne und eine Radtour. Diese Studienfahrt umfasst Ausflüge nach beispielsweise Avignon, Uzès, Aigues-Mortes und einen Strandbesuch.

Was kostet die Studienfahrt und wie ermöglichen wir allen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme?

Die Kostenhöhe: Auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern haben wir vereinbart, dass die Studienfahrt günstig sein muss. Dies bedeutet auch, dass die Unterkünfte und die Verpflegung einfach sein können.

Familien, die Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, den Kinderzuschlag oder Wohngeld haben, besitzen einen Rechtsanspruch auf Kostenerstattung. Entsprechende Anträge (Stichwort: „Bildung und Teilhabe“) sind im Sekretariat erhältlich.

Schülerinnen und Schüler, die keinen Anspruch auf diese Sozialleistungen haben, aber aus Kostengründen nicht teilnehmen können, haben die Möglichkeit, eine Ermäßigung oder Ratenzahlung zu beantragen. Familien können wahlweise 25 % oder 50 % des Teilnehmerbetrags ermäßigt erhalten. Die Antragsteller müssen keine Begründung oder Rechenschaft über ihre finanzielle Situation abgeben. Alternativ kann eine Ratenzahlung vereinbart werden.
Entsprechende Formulare sind ebenfalls im Sekretariat erhältlich.

Fahrtenkonzept

siehe Konzepte

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