„Feld“forschung: Der Q1 Bio-LK begutachtet den Pulheimer Bach

An einem sonnigen Mittwoch machte sich der Bio-LK von Herrn Westermann auf den Weg, um im Rahmen des Themas Ökologie den Saprobienindex (Untersuchung des Vorkommens verschiedener Arten aus dem man dann die Gewässergüte bestimmen kann) des Pulheimer Baches zu untersuchen.

Auf dem Parkplatz angekommen mussten erstmal die ganzen Materialien zum Bach geschleppt werden. Dort angekommen teilten wir uns in Gruppen auf, die die verschiedenen Stellen des Bachs untersuchen sollten. Mit kindlicher Freude begaben wir uns ins Wasser und machten uns erst einmal daran, unsere Stellen zu erkunden. Bald begannen wir mit den ersten Messungen. Die einen kümmerten sich um die physikalisch-chemische Untersuchung mit Proben wie Temperatur und Schadstoffgehalt. Der Rest machte sich auf die Suche nach Insektenlarven, die uns etwas über die Qualität des Wassers sagen sollten.

Mit der Siebtechnik gestaltete sich das ganze allerdings als wenig erfolgreich. Also war Improvisationstalent gefragt. Mit vereinter Kraft schafften wir es, Steinnetze hochzuheben und das darunter liegende Tierreich zu untersuchen. Es fanden sich zahlreiche Flusskrebse. Aufregend! Es schien als hätten wir mit dem Europäischen Flusskrebs einen Sensationsfund gehabt, bis sich dann herausstellte, dass diese aufgrund ihrer Gefährdung Teil eines Wiederansiedelungsprojektes waren. Die meisten gefundenen Krebse entpuppten sich denn aber als amerikanische Signalkrebse.

Vorbeikommende Spaziergänger*innen waren sehr interessiert an unserer Arbeit, sodass wir auch noch in Kontakt mit Menschen kamen. Zum Abschluss machten wir noch eine Runde durch das Naturschutzgebiet, auf der wir die unterschiedlichen Gewässerbereiche beobachten konnten.

Alles in allem hatten wir sehr viel Spaß, endlich mal Bio im echten Leben zu machen und statt nur zu Lernen auch mal wissenschaftliches Arbeiten ausprobieren zu können.

Merle Junghans

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