8. April 2025: Ausflug in das Opernhaus Bonn  

Am Dienstag, den 8. April besuchte der Deutschkurs 3 von Frau Ebel die Theatervorstellung der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht im Theater und Opernhaus Bonn. Da Frau Ebel zur Trauer aller erkrankt war kam Herr Mehrmagen als Aufsichtsperson sowie zwei Freunde von Frau Ebel mit. 

Der Deutschkurs hatte sich in den Wochen davor intensiv mit dem (frühen epischen Theater-) Stück beschäftigt, bereits einige Songs von Brecht und Kurt Weil gehört und über einen Ausschnitt auch schon eine Szenenanalyse in einer Klausur geschrieben. Die Story um den Gangerboss Mackie Messer, der gleichzeitig unbedingt den Habitus eines bürgerlichen Gentlemans annehmen will, die ohne Unterschied die moralische Verderbtheit aller sozialen Schichten aufzeigt, war bei fast allen auf echtes Interesse gestoßen. Und so fuhren sie mit gewaltiger Vorfreude und als quasi richtige ‚Theaterexperten‘ nach Bonn. 

Die meisten kamen mit der Bahn am Hauptbahnhof an und machten sich dann auf den Weg in die Innenstadt, da Frau Ebel netterweise einen Tisch in einer Pizzeria serviert hatte. In der „L’osteria“ wurde dann gespeist und es ging mit gefüllten Bäuchen am Rhein entlang los zur Oper. 

Dort angekommen, war die Zeit schon ein wenig vorangeschritten, doch es schafften noch alle rechtzeitig auf ihre Plätze. Zu Beginn gab es sehr viele Handlungen, die gleichzeitig geschahen und die meisten wussten nicht, worauf sie sich konzentrieren sollten. Von da an ähnelte die Inszenierung dem gelesenen Stück, war sehr getreu und es gab einiges Gelächter unter den Schülern, während der Hochzeit der beiden Protagonisten in einem Pferdestall, die sehr lustig dargestellt war. Es freuten sich aber auch alle über die Pause, da das Stück insgesamt drei Stunden dauerte. Nach der Pause ging es ereignisreich weiter, mit der Verhaftung des Hauptakteurs und seiner Flucht. Am Ende waren wir, die wir das Stück ja gelesen hatten, nicht überrascht, als verkündet wurde, das Ende werde abgeändert und es komme nicht zu einer Erhängung, sondern einem Adelsschlag, welcher kräftig vom Publikum mit tosendem Applaus gefeiert wurde. Als für viele erstes Opernerlebnis war Brechts Stück sicherlich etwas ganz Besonderes, weil die Songs sich so sehr von einer klassischen Oper unterscheiden. 

Nach dem Stück ging es dann aufregend weiter: Da die Deutsche Bahn mal wieder nicht nach Plan fuhr, stieg der gesamte Kurs inklusive Herr Mehrmagen in die Linie 16 ein und es ging in einer bimmelbahnähnlichen Fahrt zurück nach Köln. Gegen 12 Uhr erreichte der Kurs dann den Kölner Hauptbahnhof, von wo aus es für die meisten noch bis kurz vor eins weiter ging in die Bahn nachhause.  

Abschließend bleibt uns noch einen großen Dank an den Förderverein auszusprechen, der die Tickets spendierte und natürlich auch an Frau Ebel, die sich um alles Organisatorische gekümmert hat. 

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